Vietnamesischer Bananenkuchen
In Poznań gab es viele Jahre lang einen besonderen Ort. La Ruina, geführt von Monika und Jan. Bekannt für aussergewöhnliche Käsekuchen, den besten Pad Thai meines Lebens und für schöne Bücher.
Diese Bücher liebe ich bis heute. Ich rieche daran, blättere darin und backe daraus. Ich mag sie, weil sie keine Kompromisse machen. Wenn Butter, dann die beste. Wenn Curry, dann nur selbst gemacht.
Darum vertraue ich ihnen. Ohne Abkürzungen und ohne so zu tun, als wäre etwas, was es nicht ist.
Meine Damen und Herren – das Rezept stammt aus dem Buch «Lubię».
Es ist ein vietnamesischer Klassiker, bánh chuối nướng. Ergibt 8–10 Stücke.

Vietnamesischer Bananenkuchen
Zutaten
- 7 grosse reife Bananen
- 40 g Puderzucker
- 60 ml Whisky (ich habe dunklen Rum genommen, etwas mehr davon)
- 5 Eier
- 150 ml Kokosmilch
- 200 ml gezuckerte Kondensmilch
- 100 g Butter, geschmolzen und abgekühlt
- 150 g Mehl
- 100 g dunkle Schokolade
- 1 Prise Salz

Zubereitung
Sechs Bananen in Scheiben schneiden. Die siebte bleibt ganz – sie kommt längs halbiert obenauf.
Die geschnittenen Bananen mit dem Alkohol und dem Puderzucker übergiessen. Etwa eine Viertelstunde ziehen lassen.
Die Eier verquirlen. Beide Milchsorten, die Butter und das Salz dazugeben. Das Mehl einrühren. Ich habe den Mixer genommen, bis die Masse glatt war.
Die Bananen samt Flüssigkeit dazugeben, dazu die gehackte Schokolade. Vorsichtig unterheben.
In eine Springform von 22 cm füllen. Die siebte Banane obenauf legen.
60 Minuten bei 190 °C backen.
Im Ofen auskühlen lassen. Danach für ein paar Stunden in den Kühlschrank, am besten über Nacht. Erst dann wird der Kuchen fest und bekommt seine puddingartige Struktur.
Mit Puderzucker servieren, mit Karamell, oder so, wie ihr mögt.
Hinweise
Ich hatte weniger Bananen und der Kuchen wurde eher puddingartig als bananig. Auch gut.
Im Kühlschrank hält er sich ein paar Tage.

