Churros mit Zimtzucker
Ich weiss, es ist warm. Ich weiss – aber ich mag Churros unabhängig von der Jahreszeit.
Ich erinnere mich, wie wir sie in Barcelona gegessen haben. So lange hatte ich darauf gewartet. Leider stellte sich heraus, dass sie nicht frisch frittiert wurden, und am Ende bekamen wir kalte, gummige Klumpen. Beim zweiten Mal war es schon besser, denn ich glaube, ich habe ihr Geheimnis entdeckt 😉
Meiner Meinung nach lassen sie sich am besten mit einer Tülle mit tiefen Rillen «herauspressen». So bleiben sie länger knusprig und werden nicht gummig. Die Rillen haben noch einen zweiten Vorteil: Sie vergrössern die Kontaktfläche zum Öl, dadurch garen die Churros gleichmässig durch und im Inneren bleibt kein roher, mit Dampf gefüllter Kern zurück. Das ist nicht nur eine Frage des Geschmacks – Churros aus einer runden Tülle können aufplatzen und heisses Fett verspritzen.
Das zweite Geheimnis ist, trotz allem nicht zu viel Zucker in den Teig zu geben, weil der Zucker beim Frittieren verbrennt.
Dieses Rezept stammt aus den Rezepten von Beata Mazela, aus einem Kurs, den sie in der Kochakademie im SPOT. (Posen, Polen) geleitet hat. Es ergibt 4 grosse Portionen, und das Ganze dauert etwa 30 Minuten.

Churros
Zutaten
- 250 ml Wasser
- 30 g Butter
- 1 Prise Salz
- 2 EL Zucker (ruhig nur einer, das genügt)
- 200 g Weissmehl
- 2 Eier
- Öl zum Frittieren (ich nehme HOLL-Rapsöl)
- Puderzucker und Zimt zum Bestreuen
Zum Dippen:
- 100 g dunkle Schokolade
- 100 ml Rahm

Zubereitung
Wasser, Butter, Salz und Zucker aufkochen, bis Butter und Zucker geschmolzen sind. Das ganze Mehl dazugeben und mit einer Holzkelle kräftig rühren. Der Teig muss gleichmässig sein und sich von der Pfanne lösen.
Die Pfanne von der Platte nehmen und etwa 5 Minuten stehen lassen, dabei ab und zu umrühren, damit der Teig abkühlt. Das ist wichtig – in einen zu heissen Teig gerinnen die Eier und es bleiben Klümpchen zurück. Erst dann das erste Ei dazugeben und gründlich mixen. Wenn der Teig glatt ist, das zweite Ei dazugeben. Der Teig wird recht dick.
Das Öl in einer Pfanne auf 180 °C erhitzen. So viel einfüllen, dass die Churros frei aufsteigen können – die Menge hängt vom Gefäss ab, ich nehme eine kleine Pfanne. Macht euch keine Sorgen, wenn ihr kein Thermometer habt, das lässt sich leicht prüfen: Taucht den Stiel einer Holzkelle ins Öl. Bilden sich sofort kleine Bläschen darum, ist das Öl bereit.
Den Teig in einen Spritzsack mit einer grossen Sterntülle (etwa 12 mm) füllen. In das heisse Öl spritzen und dabei lange Streifen formen – den Teig könnt ihr abreissen oder mit der Schere abschneiden. Die Länge richtet sich nach der Pfanne und nach eurer Fantasie. Von beiden Seiten goldbraun frittieren. Die fertigen Churros mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf Haushaltspapier abtropfen lassen.
Die Schokolade in Stücke brechen, mit dem heissen Rahm übergiessen und glatt rühren.
Warm servieren, bestreut mit Puderzucker und Zimt (so mag ich sie am liebsten!) oder mit der Schokolade zum Dippen. Den Puderzucker dabei durch ein Sieb streuen, sonst klumpt er.